Das Wesen berühren – die eigene Mitte entdecken – Über die personale Arbeit am Leib

Personale Arbeit am Leib – Das Wesen berühren – Die eigene Mitte entdecken

von Fabian Strumpf, Heilpraktiker und Dozent für Leibtherapie

Einführendes – Einordnendes

Die personale Arbeit am Leib bezeichnet eine Form der Körperpsychotherapie, die in den 50er Jahren von Karlfried Graf Dürckheim und Maria Gräfin Hippius als Teil der Initiatischen Therapie entwickelt wurde. Sie wird noch heute im Schwarzwald in Todtmoos/Rütte gelehrt und gelebt.4 Vom therapeutischen Ansatz zählt man sie zu den Transpersonalen Psychologien bzw. Psychotherapien. Wichtiges Element ist die Integration von Philosophie, Religion, Spiritualität und Mystik in eine moderne Psychotherapie. Sie dient dazu, die personale Identifikation des Ich zu transzendieren, also überpersönliche Erfahrungen zum Zwecke der Heilung und Entwicklung zu machen und zu integrieren.1

Persönliches

Mein Leben hat sich durch die Begegnung mit der Leibarbeit grundlegend verändert: ich durfte mich erleben, ganz frei und selbstbestimmt. In der Zeit der Ausbildung habe ich einen Raum geschenkt bekommen, der sich warm und lebendig anfühlte – in mir drin. Ich habe erfahren, dass es neben Ertragen und Tragen, Sorgen und Müssen noch etwas anderes gibt, etwas Größeres, in dem ich aufgehoben bin. Meine Angst vor Berührung, körperlich wie seelisch, durfte verschwinden, mein inneres Kind durfte ausheilen und ich wurde wieder beziehungsfähig. Neben der Homöopathie und den systemischen Aufstellungen ist die Leibtherapie eine der wichtigsten Initiationen in mein Heiler-Sein gewesen, daher möchte ich an dieser Stelle davon berichten.

Der Mensch dahinter – Karlfried Graf Dürckheim – Biografischer Weg und Wandlung

Die Initiatische Therapie und besonders die Leibarbeit gehen zurück auf die Arbeit und Forschung von Karlfried Graf Dürckheim. Er stellt den Menschen und seine Erfahrung in den Vordergrund der Leibtherapie, in den Vordergrund seines Schaffens und Weltbildes. Ich möchte anhand einiger ausgewählter biografischer Ereignisse aus dem Leben Graf Dürckheims das Weltbild der Initiatischen Therapie und damit der Leibarbeit erläutern.3

Am 24.Oktober geboren als Karl Friedrich Alfred Heinrich Ferdinand Maria Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin in München, wuchs er im oberbayrischen Steingaden auf. Nach der Abiturzeit tritt er zum beginnenden 1. Weltkrieg den Frontdienst an, macht dort prägende Erfahrungen. Hier begegnet ihm zum ersten Mal der Tod und die schrecklichen Erfahrungen von Schlachten wie in Verdun. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde er, noch zum Militär gehörend, verhaftet und stand kurz vor der Erschiessung. Ein glücklicher Zufall wollte, dass er nach 14 Tagen wieder aus der Haft entlassen wurde. In der Initiatischen Therapie geht es stark darum den Kontakt zur eigenen inneren Stimme wieder zu finden und zu stärken. Auch Dürckheim machte diese Erfahrung als er 1919 als Offizier mit seinen Truppen gegen die Spartakisten vorrücken und auf eigene Landsleute schiessen sollte. Er beschreibt, dass er in der Nacht vor dem Ausmarsch mit der Gewissheit aufwachte, dass er dies nicht tun kann. Für einen Offizier dieser Zeit keine einfache Sache, aber es gab für ihn keinen Zweifel. Ähnlich sollte es mit Graf Dürckheim weitergehen: als ältester Sohn der Adelsfamilie sollte er ein Jahr später den Familienbesitz übernehmen. Wiederrum auch keine einfache Entscheidung für den Menschen der damaligen Zeit. Er sprach davon, seinen eigenen Weg gehen zu müssen und begann ein Studium der Philosophie und später Psychologie in München und Kiel. Dort promovierte er auch. Ab 1927 arbeitete er als Assistent von Felix Krueger und Hans Freyer am Psychologischen Institut der Universität Leipzig. Sein Weg führte ihn unter anderem nach Italien und Marburg, suchend nach einer Psychologie und Philosophie der Einheit, wobei er in Italien anfing an einer eigenen Philosophie der Einheit zu arbeiten.

Mit einem Zitat möchte ich zu Beginn Licht in diesen Weg Dürckheims bringen, mit seiner Antwort auf die Frage nach Disharmonien, die sich immer wieder in Harmonien auflösen: „Meine ganze Arbeit am Menschen gründet auf dem Wissen um den Gegensatz zwischen dem „Welt-Ich“ einerseits, das tüchtig sein und etwas können muss, sein Leben bestreiten muss, und dem „Wesen“ andererseits. Unter „Wesen“ verstehe ich die Art und Weise wie das überweltliche Sein in uns anwesend ist, wie es in uns und durch uns manifest werden möchte in der Welt. Es gibt Momente, in denen man dieses „Wesen“ erlebt. Das sind sogenannte „initiatische Erfahrungen“, gleichsam mystische Erlebnisse. Eine Stimme spricht zu dir: Jetzt hast du etwas Ungewöhnliches erlebt, das soll nicht nur eine schöne Erinnerung bleiben. Mach dich auf den Weg, stell ein geistiges Exerzitium in die Mitte deines Alltags und versuche der zu werden, der in der Welt zeugt von dem, was du jetzt hier im Innersten erlebt hast. Der Zeuge des Göttlichen in der Welt ist das, was man eine Person nennt.“3 Dürckheim bleibt einige Jahre in Leipzig um dann von 1931-1934 in Breslau und Kiel als Professor Vorlesungen und Seminare zu halten, zum Beispiel über den Witz und das Lachen, über Freud, Adler, Jung und Klages. 1935 erhielt er den Auftrag als Diplomat in England tätig zu sein, und zu recherchieren, was man in England vom nationalsozialistischen Deutschland hielt. Schon 1934 hatte er für das Aussenministerium Südafrika bereist. Nach zwei Jahren wurde er aufgrund jüdischer Wurzeln aus dem Dienst entlassen. Nach eigener Aussage protestierte er gegen dieses Verhalten und wurde mit einem Auftrag zur Erforschung der geistigen Grundlagen der japanischen Erziehung nach Japan geschickt.

Der Japan-Aufenthalt bis 1947 sollte ein einschneidendes Erlebnis für Dürckheim werden: die Basis für seine spätere Therapie und die Gründung des Zentrums für Initiatische Therapie in Rütte. Dürckheim machte hier unter anderem Bekanntschaft mit dem Bogenschiessen und dem Zen-Meister Suzuki (Anm.: der selbe Meister bei dem auch Eugen Herrigel 2 lernte, schrieb „Zen in der Kunst des Bogenschiessen“). Bei einem Bogenschiess-Unterricht erlebte Dürckheim das „Wesen“, wie er es später nennen wird: „Das zentrale Anliegen des Zen ist natürlich die Einswerdung des Menschen mit dem, was ich das Wesen nenne. Die Weise, wie das überweltliche Sein in uns anwesend ist und in uns durch uns manifestiert werden möchte, in einem verwandelten Menschen.“3 Dürckheim erlebte am eigenen Leib, wie es ist, wenn nicht „Ich“ den Pfeil schiesse, sondern „Es“ und der Pfeil von selber fliegt. Für Dürckheim sind die Aufenthalte in Japan eine fruchtbare Zeit, er lernt unterschiedlichste Übungen wie das meditative Sitzen, Malen, Schwertkampf, Teezeremonien und einiges mehr, und erkennt den Nutzen dieser täglichen Exerzitien für die westlichen Menschen und deren Probleme. 1946 wird er von den Alliierten im Sygamo-Gefängnis in Tokyo wegen Spionage inhaftiert und 1 Jahr später repatriiert. Er verlässt 1947 Japan, trifft seine Familie wieder und begegnet erneut Maria Hippius, seine spätere Lebensgefährtin. Drei Jahre später entschliessen sich beide nach Rütte zu ziehen und gründen dort das Zentrum für Initiatische Therapie. Im sogenannten „Doktorhaus“, das sie kaufen, behandeln sie psychotherapeutisch.4 Für Dürckheim ist die Heilung des Menschen die Eröffnung des Wesenhaften, des inneren Kerns in uns.

„Der Körper, den ich habe – der Leib, der ich bin!“

Gemeint ist hier die Unterscheidung und damit die Bewusstwerdung über unseren zweifachen menschlichen Ursprung, so wie es Dürckheim formuliert. Es gibt uns als Körper, den wir haben, aber der wir nicht sind, zu mindestens nicht ausschließlich. Hier wird deutlich, dass wir nicht unser Körper sind, was wir sind ist unser Leib. Wir sind nicht unser Beruf, unsere Partnerschaft, unser Geld, unsere Familie, unsere Sorgen und Ängste, wir sind unser Leib. Wesen ist hierfür eine zutreffende Bezeichnung, ein Begriff den Dürckheim prägte, oder auch das Selbst (C.G. Jung) – so lässt sich begrifflich diese Seinsebene des Menschen bezeichnen. Dürckheim beschreibt es wie folgt: „Der Durchbruch ist eine Erfahrung, in der der Mensch durch die Wände seiner natürlichen Weltanschauung, die durch das Begreifbare begrenzt ist, durchstösst und auf ein Unbegreifliches, aber unmittelbar Erlebbares kommt. So gibt es den Durchbruch zum Wesen als Dimension, die rational nicht mehr begreiflich ist, aber im Leben des Menschen eine entscheidende Bedeutung gewinnt.“3 Das wahre Selbst zu fördern, bedeutet einen inneren Raum zu erinnern – denn dieser Raum existiert die ganze Zeit, während sich unser Welt-Ich abmüht gut und erfolgreich zu sein – für eine Wahrnehmung, die man nur als Sein bezeichnen kann. Diese Seinserfahrung fördern wir durch die personale Arbeit am Leib, oft ein Prozess, der in Stille passiert, damit wir den Leib hören können, der so oft im undurchdringlichen Lärm des Alltags nicht gehört wird von uns, jedoch ständig nach uns ruft. Solche Seinserfahrungen sind so unterschiedlich wie jeder Mensch einzigartig ist: Dürckheim beschreibt zwei Eigenschaften, die oft darauf zutreffen: Wir spüren eine Erschütterung (Tremendum) und eine starke Anziehung (Faszinosum), wenn wir dem dem Leib und damit dem wahren Wesen (Numinosum) in uns begegnen.

Meine persönliche Erfahrung des Wesens

An dieser Stelle möchte ich ein persönliches Erlebnis mit Ihnen teilen: Vor 7 Jahren – ich hatte meine leibtherapeutische Ausbildung seit einem halben Jahr begonnen – ging ich an einem Freitagnachmittag mit meiner Gefährtin auf einen nahe gelegenen Spielplatz. Ich wollte Ihr meine neueste Entdeckung, den Haka-Ha, einen Ritualtanz der neuseeländischen Maori zeigen. Wir stellten uns gegenüber, ich fing mit meinem Bewegungen an, im Bewusstsein ihr diesen Tanz zu widmen. Als ich begann den Tanz zum zweiten Mal zu wiederholen, überkam mich eine völlig neuartige Wahrnehmung. Es war so als ob sich mein Blick auf die Umgebung änderte, wahrnehmbar in meinen Augen. Ich wusste in diesem Moment plötzlich, dass ich mit allem verbunden bin: „Ich bin der Baum, der Sand, das Klettergerüst, meine Gefährtin, die Strasse, der Himmel, das Auto.“ Dieses Gefühl war einnehmend und vollkommen, es gab in diesem Moment keine Fragen mehr. Dieser Zustand hielt 10-20 Minuten an. Das Gefühl ist bis heute sehr wach in mir, und nach wie vor kann ich die Ruhe spüren, die es ausmacht.

„Transparent zu werden für die transzendente Immanenz“

Was den Menschen in seiner Tiefe ausmacht, ist die Anwesenheit unseres göttlichen Kerns, unseres spirituellen Ursprungs. Dürckheim bezeichnet dies als Transzendenz – das Überweltliche – also Erfahrungen, die über die das Individuum hinausgehen, gleichzeitig jedoch den einzelnen Menschen zum Ausdruck braucht, weil der Leib so etwas ist wie die Heimat oder das Gefäss für unseren göttlichen Funken. In unserem Leib tritt er in Erscheinung. Dürckheim spricht vom Erlebten: „Ein Grossindustrieller sagt mir, er sei kerngesund, habe eine prächtige Familie, sein Betrieb laufe glänzend, es fehle ihm an nichts. Aber er sei unglücklich. Nach seinem Aufenthalt in Rütte fragte ich ihn: ‘Wie ist es nun?’ ‘Ja’ sagte er ‘ich fühle mich ganz anders. Ich habe mein Leben auf eine andere Weiche gestellt.’ Mit anderen Worten: Er hatte bisher nur weltlich in der Welt gelebt und gewirkt, als ein anständiger Mensch, aber er hatte noch nicht Fühlung genommen mit seinem Wesen.“3 Weil wir vergessen haben, oder dieses eigentlich alte Wissen der Menschheit von uns verdrängt wurde, haben wir kollektiv einen Zugang zu unserer eigenen Wesenhaftigkeit verloren. Unser materielles Leben verlangt, dass wir unsere Dinge erledigen, Termine einhalten, pflichtbewusst handeln, arbeiten und schaffen, Ziele erreichen, gesund und aktiv sind, keine Chancen verstreichen lassen, immer mobil und erreichbar sind, ständig auf Fühlung mit dem Zahn der Zeit sind und die neuesten Moden mitmachen… Dieses Aufzählung ist unendlich, wir haben eine Vielzahl an Ausdrücken und Beschreibungen entwickelt, die unseren materiell-weltlichen Zustand wiedergeben. Allzu leicht vergessen wir darüber, dass es eine gleichzeitige Wirklichkeit gibt, die wir wahrnehmen, also für wahr nehmen sollen. Diese Ebene des Leibes bzw. des Wesens ist ein wirkliches Geschenk an jeden Menschen: wir bekommen eine Beziehung, eine echte Verbindung zu uns selbst. Eine bewusste und gepflegte Beziehung beschert uns Zustände, die sich durch die Abwesenheit von Sorgen, Nöten und Ängsten auszeichnen kann. Sie definiert sich nicht durch deren völlige Abwesenheit, wir bekommen auf jeden Fall die Möglichkeit in dieser materiellen Welt mit unseren Problemen für uns besser umzugehen. Die Leibarbeit ermöglicht uns diesen Kontakt zu der Instanz in uns, die nicht nach den Spielregeln der materiellen Existenz funktioniert: dort gibt es das Sein, einen Zustand von Dasein und Wachheit, wie ich es in meinem persönlichen Erleben beschrieben habe.

Verwurzelt in der Erde und verwurzelt im Himmel – oder sonst kommt der schwarze Mann kommt von hinten

Dürckheim warnte davor, sich auf die aktive Suche nach solchen Seinserlebnissen zu machen bzw. nur Dinge zu machen, die so etwas zum Ziel haben: zum Beispiel einzig zu meditieren. Dürckheim sagt: „Manche sind nach oben hin so offen, dass es reinregnet!5 oder Bevor man ein Ich transzendieren kann, muss man erst mal eins haben!5, und Wenn man nur meditiert, dann holt einen der schwarze Mann von hinten!“ Dies spiegelt den ganzheitlichen Aspekt der Leibarbeit wieder: Es geht nicht um das Abheben und eine verklärte Pseudo-Seligkeit in pseudo-esoterischen Kreisen. Auch wenn wir uns auf dem Weg befinden (Dürckheim: „Der Weg ist das Ziel, nicht die Herberge.“) geht es in der initiatischen Leibarbeit darum, im Alltag das Wissen um das eigene Wesen zu stärken, aber natürlich auch unseren Alltag zu meistern. Den Kontakt zur eigenen Stimme gibt uns unsere eigene Wahrheit zurück und macht damit unseren Alltag, unser Alltagsleben leichter, wenn auch nicht immer bequemer. Wir wissen schneller, wie es uns geht, wie wir fühlen und was im Moment für uns gut oder schlecht ist. Wir sind klar, präsent, direkt im Umgang, weniger mit unseren Problemen verstrickt. Und, das ist ein wunderbares Geschenk, wir werden empfindsam, nicht empfindlich, und berührungsfähig. Dürckheim sagt sehr bezeichnend: „Wir sind Bürger zweier Welten.“

Ganz praktisch – wie „macht“ man Leibarbeit

Das Setting der Leibarbeit ist sehr klar und somit sehr ähnlich wie Zen oder Buddhismus: ein angenehmer, möglichst stiller Raum mit Matten zum Liegen auf dem Boden. Dort auf dem Boden treffen sich dann BehandlerIn und KlientIn und in der Regel frage ich zuerst nach dem Anliegen mit der Bitte, es in ein paar Sätzen auszudrücken. Dann bitte ich die Patientin eine Haltung einzunehmen, die dem Anliegen gemäss ist. Das kann Sitzen, Liegen, auf einem Bein stehen sein, alles ist möglich. An diesem Punkt beginnt die Leibtherapie, die am bekleideten Patienten stattfindet. Als Behandler begebe ich mich dann in meine Position, die es mir erlaubt meine Mitte zu leeren, sprich die Fülle in meinem Hara wahrzunehmen und aus diesem Hara (Körpermitte – Sitz der Lebenskraft im Zen) heraus zu handeln. Dann mache ich das, was ich als Leibtherapeut gelernt habe: ich horche auf den Ruf des Leibes, sprich ich schaue in mir, was mir vom Patienten entgegenkommt, genauer was mir vom Leibwesen des Patienten entgegenkommt. Daraus wird ein Berührungsimpuls und dieser kann sehr verschieden sein. Das Halten der Hand, das Streichen über den Kopf, das Berühren des Körpers auf Herzhöhe…

Zum Abschluss möchte ich noch eine meiner berührendsten Arbeiten schildern, die ich bekommen habe. Zu Beginn meiner Ausbildung als Leibtherapeut spürte ich zunehmend starke Ängste vor Berührung und meiner inneren Stimme zu folgen, in diesem Fall speziell meiner Anziehung zur schamanischen Arbeit weiter nachzugehen. Mein Lehrer für Leibtherapie wandte sich mir zu und begann mich zu „beleiben“. Ich erfuhr grosse körperliche Schmerzen während der Behandlung (die sich in mir vergraben hatten), schlimmer jedoch waren die seelischen Schmerzen, die sich in mir angestaut und vergraben hatten. Ich weinte und konnte viel loslassen. Der Zustand danach, ein befreites, aber noch ungewohntes Gefühl, wurde von meinem Lehrer und den anderen Teilnehmern wunderschön aufgefangen, als der ganze Kreis für mich sang und mich in diesen schützenden Mantel aus Klängen einbettete.

„Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Ort.
Dort treffen wir uns.“
(Dschalal ad-Din al-Rumi, Sufi-Mystiker, gen. Rumi)

Quellen:

1) Wikipedia.de: Transpersonale Psychologie bzw. Transpersonale Psychotherapien

2) trimondi.de/Zen-Buddhismus/Duerckheim.htm – Auszug

3) Dürckheim, Karlfried Graf: Der Weg ist das Ziel. Gespräch mit Karl Schnelting in der Reihe “Zeugen des Jahrhunderts”. Göttingen: Lamuv, 1992

4) duerckheim-ruette.de – Website des Dürckheim-Zentrum in Rütte

5) youtube.de – Reportage, „Die Tür zum inneren Geheimnis”, 1998, Kanal mindfulnesstv

6) http://de.wikiquote.org/wiki/Dschalal_ad-Din_al-Rumi